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Kleines Astronomie ABC

  • Als Ekliptik wird die scheinbare, die von der Erde aus vor dem Hintergrund der Fixsterne gesehene Bahn der Sonne, bezeichnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Ekliptik) Die beiden Punkte der Ekliptik, in denen sich die Sonne zur Zeit der Äquinoktien befindet, heißen Äquinoktialpunkte. Das sind also der Frühlingspunkt und der Herbstpunkt. Die ekliptische Länge misst man von 0° bis 360°

Um die Ekliptik einmal zu durchlaufen, brauchen die Planeten:

Sonne: 1 Jahr

Mond: 27,32 Tage

Merkur: 188 Tage

Venus: 224,7 Tage

Mars: 1 Jahr + 321 Tage

Jupiter: 11 Jahre + 314 Tage

Saturn: 29 Jahre + 167 Tage

Mondknoten: 18 Jahre

  • Äquinoktium heißt der Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche (so werden die beiden Tage des Jahres genannt, an denen der Tag und die Nacht exakt gleich lang sind: kalendarisch sind das im Frühling der 20. oder 21. März, selten der 19. März. Im Herbst der 22. oder 23. September. Die Verschiebungen der kalendarischen Tage von Frühlings- und Herbstäquinoktium sind möglich, weil unser Kalenderjahr nicht dem tropischen Jahr entspricht. Außerdem entspricht der Beginn der Tageszählung von der geographischen Länge des Beobachtungsortes ab.

  • Präzession: «Kreiselbewegung» der Erdkugel, durch die sich der Schnittpunkt des Äquators mit der Ekliptik, also der Frühlingspunkt, verlagert. Wegen der Präzessionsbewegung des mittleren Frühlingspunktes ist ein tropisches Jahr rund 20 Minuten kürzer als ein siderisches Jahr. Gut beschrieben unter www.astro.com.

  • siderisches Jahr: das gleich der Dauer eines Umlaufs der mittleren Sonne relativ zum ruhenden Sternhintergrund ist.

  • Das tropische Jahr ist nach genauer Definition der Zeitraum, in dem die mittlere ekliptikale Länge der Sonne um 360° zunimmt.

  • Ayanamsa: «Ayana» heisst Sonne und «namsa» heisst Abschnitt. Das Ayanamsa beschreibt die Differenz vom tropischen zum Siderischen Zodiak.

  • Zodiak: Tierkreis: Die in zwölfmal 30°- Abschnitte der Ekliptik, vom Frühlingspunkt aus gemessen. Wegen der Präzession der Erdachse liegen die Tierkreis-Sternbilder heute nicht mehr in den gleichnamigen Tierkreiszeichen. Die Differenz zwischen dem  tropischem und siderischem Zodiak nimmt pro 72 Jahre um 1 Grad zu (oder 50,3 Sekunden pro Jahr). Vor ca. 2000 Jahren waren der tropische und der siderische Tierkreis identisch (Frühlingspunkt bei Widder, 0°). Leider ist dieser Zeitpunkt nicht genau bekannt. Aus diesem Grund gibt es unterschiedliche Ayanamsa - Berechnungen. Hier wird das gängigen Lahiri Ayanamsa (Chitra Paksha  Ayanamsa) verwendet.

  • Nirayana = Siderischer Zodiak (fixer Zodiak) Ausgangspunkt Konstellation Asvini.

  • Sayana Zodiak (=tropischer Tierkreis), Ausgangspunkt: Frühlingspunkt.

  • Lahiri Ayanamsa: Gemessen vor dem Hintergrund des Fixsternhimmels befindet sich der Punkt aktuell bei ca. 6° Fische (Der tropische Zodiak bewegt sich quasi rückwärts durch den siderischen Zodiak).  Gerechnet wird folgendermassen:

    • Von den Gradzahlen des Aszendenten und der Planeten die Gradzahldifferenz gemäss Ayanamsa Tabelle abzählen:

    • Gradzahldifferenz gemäss Ayanamsa Tabelle (1930=22°45`, 1940=23°01`, 1950=23°09`, 1960=23°18`,1970=23°26`,1980=23°35`,1990=23°43`,2000=23°51`),

    • Sollte der Aszendent in das zurückliegende Zeichen fallen, kann der ursprüngliche Wert auch in Bogenminuten umgerechnet werden (ein Grad = 60 Bogenminuten).

    • Oder aber sie benutzen eine Umrechnungstabelle / Ayanamsa Calculator im Internet: z.B. diese: http://www.astrosage.com/astrology/ayanamsa-calculator.asp

  • Siderischer Mondzyklus: Der Zeitraum, den der Mond benötigt, um zu seiner Ausgangsposition am Fixsternhimmel zurück zu kehren = 27,32 Tage

  • Synodischer Mondzyklus: Der Zeitraum, den der Mond benötigt, um zur Sonne zurückzukehren (von Neumond bis Neumond) = 29 ½ Tage, 30 Tithi

  • Shukla Paksha: helle Mondphase / zunehmender Mond und Krishna Paksha=dunkle Mondphase / abnehmender Mond.

  • Lunare Jahr: =12 synodische Monate oder 354 Tage. Wir unterteilen in

  • Tithi: ist ein lunarer Tag und dauert die Bewegung des Mondes 12° von der Sonne weg.

  • Mondknoten aus astronomischer Sicht:  Mondknoten nennt man auch die Schattenplaneten Rahu und Ketu. Es sind die Schnittpunkte zwischen der (scheinbaren) Bahn der Sonne, der Ekliptik, und der Bahn des Mondes um die Erde. Der Mond schneidet die Laufbahn der Erde um die Sonne beim Aufsteigen (Rahu) und beim Absteigen (Ketu).

  • Eklipsen: Sonnenfinsternis: Damit es zu einer Sonnenfinsternis kommt, müssen Sonne, Mond und Erde auf einer Linie stehen. Da die Mondbahn gegen die Ekliptikebene geneigt ist, tritt dies nicht jedes Mal zu Neumond ein, sondern nur, wenn der Mond sich dann auch nahe einem der zwei Schnittpunkte von Mondbahn und Ekliptikebene befindet. Mondfinsternis bei Vollmond, zum Beispiel wenn Sonne mit Rahu und Mond mit Ketu zusammentreffen – oder umgekehrt: dadurch entsteht eine Verdunklung des Mondes durch den Schatten der Erde). Wir haben ca. alle 6 Monate je eine Sonnen- und Mondfinsternis.

  • Medium Coeli; Himmelsmitte, Schnittpunkt des Meridians (der Großkreis an der Himmelskugel, auf dem Südpunkt und Nordpunkt am Horizont, Zenit und Nadir, sowie die beiden Himmelspolen - steht senkrecht auf dem Horizont des Beobachters) und  mit der Ekliptik.